CtrlLayers
Funktionen

Farbfelder aus einem anderen InDesign-Dokument zu übernehmen, ist gewohnte Arbeit. Für Ebenen gab es das bisher nicht. CtrlLayers schließt diese Lücke: Sie laden Ebenen aus einem anderen Dokument, statt sie erneut anzulegen und die Reihenfolge von Hand nachzubauen. Bei einer Serie aus zwanzig Dokumenten mit gleicher Ebenenstruktur ist das der Unterschied zwischen einer Stunde und einem Vormittag.

Art Directoren und Layouter geben Textebenen früh an die Übersetzung, noch während das Layout entsteht. Die Übersetzer müssen damit nicht auf das fertige Dokument warten. Bei mehrsprachigen Produktionen entscheidet genau dieser Vorlauf über den Termin, denn Übersetzungen brauchen ihre Zeit und lassen sich nicht beschleunigen. Wer sie erst nach der Layoutfreigabe beauftragt, verliert zwei Wochen, die im Terminplan nicht vorgesehen waren.
Die übersetzten Textebenen kommen wieder ins Dokument zurück, ohne dass Sie den Text neu einpassen. Wer schon einmal fünf Sprachen von Hand in ein Layout gesetzt hat, kennt den Aufwand, der hier entfällt. Und er kennt die Fehlerquelle: Beim Kopieren aus einer Übersetzungsdatei rutscht leicht ein Absatz an die falsche Stelle, und im Finnischen oder Ungarischen fällt das niemandem im Haus auf.
Aus den gerade sichtbaren Ebenen erzeugen Sie ein neues Dokument. Für Sprachvarianten, Versionen mit anderem Preisstand oder Fassungen ohne Bildmotive ist das der kurze Weg. Das Ausgangsdokument bleibt unangetastet, was den entscheidenden Unterschied zum Speichern unter macht: Sie führen keine zwei Dateien fort, sondern erzeugen aus einer gepflegten Quelle eine Ableitung, die genau den gewünschten Stand enthält.
Ebenen wandern von einem Dokument ins andere, mit ihrem Inhalt und ihrer Position. Bei Serien aus vielen ähnlichen Dokumenten müssen Sie eine Ebene damit einmal aufbauen und nicht in jeder Datei erneut. Typischer Fall ist die Ebene mit Rechtstexten, Pflichtangaben oder Impressum: Sie ändert sich selten, gilt aber für alle Dokumente, und wenn sie sich doch ändert, muss die Änderung überall ankommen.
Das Plug-in fügt sich in InDesign ein und arbeitet mit den Bedienmustern, die Ihre Anwender kennen. Eine Einarbeitung braucht es dafür kaum, was in Teams mit wechselnden Freelancern ein praktischer Vorteil ist. Wer regelmäßig externe Layouter einsetzt, weiß, dass jedes Sonderwerkzeug Erklärungszeit kostet und im Zweifel umgangen wird.
Eine geordnete Ebenenverwaltung spart an vielen kleinen Stellen Zeit. Einzeln fällt das nicht auf, über ein Projekt mit mehreren Sprachen und Varianten summiert es sich zu Tagen. Solche Einsparungen sind schwer zu messen, weil sie keinen eigenen Posten in der Nachkalkulation haben. Bemerkbar machen sie sich anders: Die Termine werden ruhiger, und die Zahl der Nachtschichten vor dem Druckstart nimmt ab.
CtrlLayers geht über das hinaus, was InDesign von Haus aus für Ebenen mitbringt. Für Anwender, die täglich mit vielen Ebenen arbeiten, liegt hier der Unterschied zwischen behelfsmäßigem Vorgehen und einem geordneten Ablauf. InDesign verwaltet Ebenen innerhalb eines Dokuments gut. Sobald mehrere Dokumente ins Spiel kommen, endet die Unterstützung, und genau dort beginnt die Arbeit in Katalogproduktionen.

Zu CtrlLayers gibt es ein Video-Tutorial, das die Funktionen am Dokument zeigt. Für den ersten Überblick ist das schneller als jedes Handbuch, und Ihre Kollegen können es sich bei Bedarf erneut ansehen. Bei einem Werkzeug, das nicht täglich gebraucht wird, ist diese Wiederholbarkeit mehr wert als eine ausführliche Schulung, an die sich nach vier Wochen niemand erinnert.