CtrlChanges
Funktionen
CtrlChanges ist ein Plug-in für InDesign und InCopy, das anzeigt, was am Text eines Dokuments geändert wurde. Aus Word kennen
Sie das als Änderungsverfolgung. Im Layout fehlte diese Möglichkeit lange, obwohl gerade dort viele Hände am selben Dokument arbeiten: Redaktion, Lektorat, Fachabteilung, Rechtsabteilung, Kunde. Am
Ende weiß niemand mehr, welche Formulierung von wem stammt und ob sie freigegeben war.
Jede Änderung wird protokolliert, mit der Angabe, wer sie vorgenommen hat und wann. Bei Korrekturläufen über mehrere Runden ist das oft die einzige Möglichkeit, eine Rückfrage zu klären, ohne alte
Dateiversionen zu vergleichen. Besonders wertvoll wird das Protokoll, wenn eine Änderung strittig ist. Wer eine Preisangabe geändert hat und wann, ist dann keine Frage der Erinnerung mehr, sondern
eine Angabe im Dokument.
Hinzugefügter und gelöschter Text erscheint in der Layoutansicht, nicht in einem gesonderten Fenster. Sie sehen die Korrektur also dort, wo sie später steht, und beurteilen gleich mit, was sie für
den Umbruch bedeutet. Das ist der wesentliche Unterschied zur Textverarbeitung: Im Layout ist eine Änderung nie nur eine Änderung am Text, sondern auch am Zeilenfall, am Seitenumbruch und manchmal am
Bildstand.
Das Plug-in lässt sich pro Dokument aktivieren und deaktivieren. In der frühen Phase, in der noch alles im Fluss ist, bleibt es aus. Sobald der Text in die Abstimmung geht, schalten Sie es ein. Diese
Trennung ist praktischer, als sie klingt, denn ein Protokoll aus der Entwurfsphase ist wertlos: Dort ändert sich alles ständig, und die Markierungen würden den Blick auf das Wesentliche verdecken.
CtrlChanges gibt es als Light, Standard und Pro. Die Stufen unterscheiden sich im Umfang der Prüf- und
Auswertungsmöglichkeiten. Für das reine Mitschreiben von Änderungen genügt die kleine Variante. Wer Korrekturen strukturiert abarbeiten und die Änderungen in PDF weitergeben will, braucht die
größeren Stufen. Beginnen können Sie klein, denn die Arbeitsweise im Dokument bleibt dieselbe.
Ein Informationsfenster zeigt Autor, Zeit und Einzelheiten zu Text, der entfernt wurde. Gerade gelöschte Passagen sind im Layout sonst unsichtbar, und das macht sie zum größten blinden Fleck in jeder
Korrekturrunde. Ein hinzugefügter Satz fällt beim Lesen auf, ein gestrichener Halbsatz nicht. Wer eine Streichung nachvollziehen will, muss dafür keine frühere Fassung heranziehen.
Die Änderungen lassen sich nach Bearbeiter und Zeitpunkt sortieren. In einem Dokument mit vielen Korrekturen wird daraus eine Liste, die man abarbeiten kann, statt einer Textfläche voller
Markierungen. Für den Schlussdurchgang ist die Sortierung nach Bearbeiter besonders nützlich: Die Anmerkungen der Rechtsabteilung prüfen Sie anders als die stilistischen Wünsche aus dem Marketing.
In CtrlChanges Pro laufen alle Änderungen in einer Palette zusammen und sind dort prüfbar. Sie gehen die Korrekturen der Reihe
nach durch und übernehmen oder verwerfen sie, ohne eine Stelle zu übersehen. Diese Vollständigkeit ist der Punkt: Beim Durchblättern eines Layouts findet man die auffälligen Änderungen und verpasst
die kleinen. Eine Liste kennt keine unauffälligen Einträge.
Die Änderungen wandern mit ins PDF, Streichungen als Kommentar. Damit können Sie Korrekturstände an Beteiligte weitergeben, die kein InDesign haben, und das sind in der Abstimmung meist die
wichtigsten: der Kunde, die Fachabteilung, der Geschäftsführer. Die Abstimmung läuft so über eine Datei, die jeder öffnen kann, und Sie müssen die Änderungen nicht in einer E-Mail nacherzählen.
Sie schalten die Darstellung der Änderungen ein und aus, ohne die Aufzeichnung zu beenden. Für die Beurteilung des Layouts stört die Markierung, für die Korrektur brauchen Sie sie. Beides ist mit
einem Griff erreichbar. Wichtig ist der Unterschied zwischen Anzeige und Aufzeichnung: Wer zum Abschalten der Markierungen die Aufzeichnung beendet, verliert die Änderungen, die danach entstehen.