MadeToPrint Standard
Funktionen

MadeToPrint Standard ergänzt Adobe InDesign und InCopy um die automatisierte Ausgabe. Sie steuern mehrere Druckaufträge aus einer Dialogbox, statt für jedes Ziel erneut durch den Exportdialog zu gehen. Das ist der Einstieg in die Automatisierung, der ohne Server und ohne Umbau des Arbeitsplatzes funktioniert und trotzdem an jedem Tag Zeit spart.
Alle Vorgaben für einen Druckauftrag legen Sie einmal fest und speichern sie als Profil. Beim nächsten Auftrag holen Sie das Profil, ohne sich zu erinnern, welches Häkchen letztes Mal gesetzt war. Diese Erinnerungsarbeit ist die eigentliche Last im Exportdialog: Nicht das Klicken kostet Zeit, sondern das Nachdenken darüber, welche Einstellung dieser Kunde erwartet.
Läuft die Ausgabe immer gleich ab, fallen die Fehler weg, die Zeit und Geld kosten. Der falsche Farbraum und das fehlende Beschnittmaß gehören zu den teuersten Kleinigkeiten der Druckproduktion, weil sie erst in der Vorstufe des Empfängers auffallen. Bis die Rückmeldung kommt, ist ein Tag vergangen, und der Drucktermin steht unverändert im Kalender.
Aufträge lassen sich bündeln und gemeinsam starten. Statt fünf Exporte nacheinander anzustoßen und dabeizubleiben, lösen Sie einen Vorgang aus und wenden sich der nächsten Aufgabe zu. Der Zeitgewinn liegt weniger im Export selbst als in der Aufmerksamkeit: Wer alle drei Minuten zum Rechner zurückkehren muss, kann in der Zwischenzeit nichts anfangen, das Konzentration verlangt.
Neben PDF, PostScript und EPS gibt MadeToPrint auch IDML, INX, Flash und SWF aus. Für die Weitergabe an andere Systeme ist meist genau das Format dabei, das dort erwartet wird. IDML ist dabei das stille Arbeitstier: Wenn ein Dienstleister mit einer älteren InDesign-Version arbeitet, ist es der einzige verlässliche Weg, ein Dokument bearbeitbar weiterzugeben.
Eigene Regeln bestimmen Dateinamen und Speicherort, und Ausgabedateien lassen sich auf Wunsch aufteilen. Damit landen die Ergebnisse dort, wo die Weiterverarbeitung sie erwartet. Die Aufteilung brauchen Sie öfter als gedacht: Viele Druckereien wollen Einzelseiten, andere Bögen, und wer die Datei hinterher in Acrobat zerlegt, macht die Arbeit zweimal.
Druckdateien lassen sich fertig für die Ausgabe aufbereiten. Ein Arbeitsschritt entfällt damit, und mit ihm die Übergabe zwischen zwei Personen. Übergaben sind in der Produktion die Stellen, an denen Aufträge liegen bleiben: nicht weil jemand nicht arbeiten will, sondern weil der nächste Bearbeiter gerade an etwas anderem sitzt und der Auftrag im Stapel wartet.
MadeToPrint arbeitet komplette Dokumentenordner im Stapel ab und geht dabei auch mit fehlenden Schriften und Bildern um. Bei Nachdrucken älterer Titel ist das die Funktion, die den Tag rettet, denn dort fehlt fast immer etwas. Ein Buch von 2019 neu auszugeben heißt sonst: dreißig Dateien öffnen, jede Warnung einzeln bestätigen und hoffen, dass man keine übersehen hat.
Zusammen mit MadeForLayers gibt MadeToPrint verschiedene Versionen einer Publikation als eigene PDF-Dateien aus. Aus einem Dokument entstehen alle Fassungen in einem Lauf. Damit lohnen sich Varianten, die man vorher aus Aufwandsgründen zusammengelegt hat, etwa eine eigene Fassung für jeden Vertriebspartner statt einer gemeinsamen mit allen Adressen.
Reicht die manuelle Steuerung nicht mehr, richtet MadeToPrint ID Auto den vollautomatischen Hotfolderbetrieb ein. Sie können also mit der Standard-Version beginnen und später aufstocken. Diese Reihenfolge halte ich für die richtige: Zuerst lernen Sie an der manuellen Steuerung, welche Job-Sets Sie wirklich brauchen. Erst dann lohnt es sich, den Ablauf ohne Bedienung laufen zu lassen.