MadeForLayers
Funktionen

axaio MadeForLayers ist ein Plug-in für Adobe InDesign und Illustrator und nimmt die Arbeit mit vielen Ebenen in die Hand. Dokumente mit zwanzig Ebenen und mehr sind in Katalogen und im Verpackungsdruck Alltag. Ohne Ordnung darin verliert im Team jeder irgendwann den Überblick, und spätestens wenn ein Kollege im Urlaub ist, weiß niemand mehr, welche Ebene für welche Fassung gebraucht wird.
Sie fassen zusammengehörige Ebenen zu einer Ansicht zusammen und speichern sie im Dokument. Wer die Datei später öffnet, wählt eine Ansicht aus, statt Sichtbarkeiten einzeln zu schalten. Genau bei diesem Klicken passieren die Fehler, die später im Druck auffallen: eine Ebene zu viel, eine zu wenig, und schon geht die deutsche Preisliste mit französischem Rechtstext in die Auflage.
Sprachspezifische Ebenen liegen gemeinsam in einer Ansicht. Der Wechsel zwischen den Fassungen ist damit eine Auswahl und keine Übung in Konzentration. Bei zehn Sprachen in einem Dokument ist das der Unterschied zwischen ruhiger Arbeit und Suchen. Hinzu kommt: Wer die Fassungen verlässlich umschalten kann, prüft sie auch. Wo das Umschalten mühsam ist, wird die letzte Sprache gern nur überflogen.
Verkaufsprospekte und Kataloge für unterschiedliche Regionen entstehen aus einem Dokument. Preise, Adressen und Motive liegen auf eigenen Ebenen, die je Fassung ein- und ausgeschaltet werden. Die gemeinsamen Teile pflegen Sie weiter an einer Stelle, und das ist der eigentliche Gewinn: Eine Korrektur am Basistext wirkt in allen Fassungen, statt zwölfmal von Hand nachgezogen zu werden.
Dienstleister im Verpackungsdruck halten Entwurfsversionen und technische Varianten in einem Dokument auseinander. Das erleichtert die Freigabe, weil der Kunde die Fassung sieht, um die es geht, und nicht eine Datei mit allem darin. Bei Verpackungen hängt an der Freigabe mehr als der Termin: Deklarationen, Nährwerte und Warnhinweise sind rechtlich verbindlich, und eine verwechselte Variante wird teuer.
Die Palette ist klar aufgebaut und kennt verschiedene Modi für die Bearbeitung der Ansichten. Ihre Anwender arbeiten damit in der Umgebung, die sie ohnehin offen haben, und müssen nicht zwischen Programmen wechseln. Für ein Werkzeug, das bei jedem Dokument gebraucht wird, ist diese Nähe zum gewohnten Arbeitsplatz wichtiger als jede zusätzliche Funktion.
Gemeinsam mit axaio MadeToPrint lassen sich Ebenenansichten automatisch auswählen und in Ausgabeformate wandeln. Aus einem Dokument entstehen so alle Sprachfassungen als eigene PDF, ohne dass jemand dabeisitzt. Damit ist die Kette geschlossen: MadeForLayers ordnet die Varianten, MadeToPrint gibt sie aus. Wer beides einsetzt, gibt zwölf Fassungen mit einem Auftrag heraus statt an einem Nachmittag.
Wenn auf einen Blick erkennbar ist, welche Ebenen aktiv sind, geht seltener eine falsche Fassung in den Druck. Und wann fällt so ein Fehler auf? Meist erst, wenn die Auflage schon gedruckt ist. Der Schaden ist dann nicht die Nacharbeit, sondern das Material und der Termin, und bei einem Kunden, der die Fassung freigegeben hatte, kommt die unangenehme Frage nach der Verantwortung dazu.
Eine einmal aufgebaute Ansicht passen Sie an und übertragen sie auf neue oder bestehende Dokumente. Bei Serien aus vielen ähnlichen Publikationen ist das der Punkt, an dem sich die Anschaffung rechnet. Für ein einzelnes Dokument lohnt der Aufbau einer Ebenenstruktur kaum. Für dreißig Prospekte im gleichen Aufbau schon, und dann brauchen Sie einen Weg, die Struktur zu vervielfältigen.
Es gibt Lizenzmodelle für einzelne Anwender und für Teams. Sie müssen also nicht für die ganze Abteilung anschaffen, wenn zunächst zwei Layouter damit arbeiten sollen. Dieser Einstieg im Kleinen ist bei einem Werkzeug sinnvoll, dessen Nutzen von der Arbeitsweise abhängt: Ob eine Ebenenstruktur bei Ihnen trägt, zeigt sich an einem echten Projekt und nicht in der Bewertung.