LinkProfiler
Funktionen

Mit Link Profiler erstellen Sie DeviceLink-Profile für die Konvertierung und Optimierung von Druckdaten. Sie greifen damit gezielt in die Farbtransformation ein, statt sich auf das Ergebnis einer reinen ICC-Umrechnung zu verlassen. Der Unterschied liegt im Weg: Eine ICC-Umrechnung geht über einen Zwischenfarbraum und verliert dabei Information. Ein DeviceLink rechnet direkt von einem Druckzustand in den anderen.
Nach Angabe des Herstellers lassen sich mit den Profilen 10 bis 30 Prozent Druckfarbe einsparen, ohne dass ein Unterschied sichtbar wird. Wie viel es bei Ihnen ist, hängt von Motiv und Druckbedingung ab. Bei hohen Auflagen lohnt sich die Rechnung schon bei geringen Werten. Rechnen Sie sie an Ihrem eigenen Farbverbrauch nach, bevor Sie sich auf eine Spanne verlassen, die für einen anderen Betrieb ermittelt wurde.
Die erzeugten Profile arbeiten in jeder Software, die DeviceLink unterstützt, und in gängigen Farbserver-Lösungen. Sie binden sich mit Link Profiler also nicht an eine bestimmte Ausgabestrecke. Das ist bei Farbmanagement-Werkzeugen keine Selbstverständlichkeit, und es hält Ihnen den Weg offen, wenn Sie den Workflow später wechseln: Die Profile bleiben brauchbar, auch wenn das System um sie herum ausgetauscht wird.
Sie bestimmen Quell- und Zielprofil und steuern die Umrechnung über GCR und Tiefenkompensation. Damit lässt sich ein Profil auf eine bestimmte Papier- und Maschinenkombination zuschneiden. Diese Freiheit brauchen Sie, sobald Sie mehrere Bedruckstoffe fahren: Dasselbe Motiv verhält sich auf gestrichenem und ungestrichenem Papier so unterschiedlich, dass ein gemeinsames Profil für beide immer ein Kompromiss bleibt.
Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz bleiben in der Umrechnung rein, ebenso die Sekundärfarben. Bei Logos und Flächen ist das entscheidend, weil eine verunreinigte Primärfarbe sofort auffällt und beim Kunden zu Reklamationen führt. Ein reines Cyan, dem nach der Konvertierung ein paar Prozent Magenta beigemischt sind, sieht in der Fläche schmutzig aus, und bei einem Markenblau diskutiert man darüber nicht lange.
Den Tonwertzuwachs Ihrer Maschine können Sie im Profil gezielt kompensieren. Das Druckergebnis wird dadurch stabiler und weicht weniger von der Vorgabe ab. Der Vorteil gegenüber einer Korrektur im Belichter liegt darin, dass die Anpassung bei den Daten bleibt und nicht in einem Gerät verschwindet, dessen Einstellungen niemand dokumentiert hat.
Der Rendering Intent ist frei wählbar, statt fest vorgegeben. Für Bildmotive und für Flächen sind unterschiedliche Wege sinnvoll, und diese Entscheidung bleibt bei Ihnen. Bei einem Foto darf der Farbraum sanft zusammengezogen werden, damit die Abstufungen erhalten bleiben. Bei einer Hausfarbe wollen Sie den nächstmöglichen Wert und keine weiche Anpassung.
Mit Maximum Black und Maximum GCR verschieben Sie den Farbaufbau gezielt zu Schwarz. Der Farbverbrauch sinkt, die Graubalance wird stabiler. Bei großen Auflagen ist das der Punkt, an dem sich die Profilierung rechnet. Der zweite Nutzen zeigt sich an der Maschine: Ein Bild, dessen Neutraltöne überwiegend aus Schwarz aufgebaut sind, verträgt Schwankungen in den Buntfarben deutlich besser.
Die Technologie von Link Profiler steckt auch in Alwan ColorHub. Wer die Farboptimierung nicht nur im Profil, sondern automatisiert im Datenstrom haben will, findet dort die weitergehende Lösung. Der Übergang ist also kein Systemwechsel: Sie beginnen mit eigenen Profilen und heben die Anwendung später in einen Ablauf, der jede Datei ohne Zutun behandelt.
Link Profiler steht als Demoversion bereit, und für Alwan ColorHub gibt es eine Testversion auf Anfrage. Farbprofile lassen sich nicht theoretisch beurteilen. Probieren Sie sie an eigenen Daten aus, bevor Sie entscheiden, und drucken Sie das Ergebnis. Am Bildschirm sieht eine Konvertierung fast immer gut aus, und die Fragen stellen sich erst auf Papier.