Das Bild zeigt Marcus Kalle, Geschäftsführer der Digital und Großformatdruckerei Printec Solutions. Er stand uns im Interview Rede und Antwort – wie er in die Druckindustrie kam, wie er sie sieht, was ihn fasziniert.

3 Fragen an Marcus Kalle von Printec Solutions

Marcus Kalle ist Geschäftsführer der Digital- und Großformatdruckerei Printec Solutions in Weselberg in der schönen Pfalz. Der Betrieb hat einen Automatisierungsgrad von gut 90 Prozent erreicht und wickelt so durchschnittlich bis zu 20.000 Aufträge monatlich ab.

In diesem Interview gibt Marcus Einblicke, was ihn bis heute an der Druckindustrie fasziniert und wie er die Druckbranche sieht.

Wie bist Du in die Druckindustrie gekommen und was fasziniert Dich bis heute an diesem Berufsfeld?

Begonnen hat alles mit einem Nebenjob als Fahrer während dem Abitur und neben dem Zivildienst. Schwer zu erklären, was einen an der „Druckereiluft“ süchtig macht, aber das Zusammenspiel von Hightech und Handwerk ist für mich bis heute faszinierend.

Ein hochwertig gedrucktes Buch mit einer Vielzahl an Veredelungen zeigt genau die Synthese aus Hightech-Produktionsmaschinen und echter Handwerkskunst in Vollendung.

Wenn Du einen Wunsch frei hättest: Was sollte sich in der Druckindustrie in den nächsten fünf Jahren verändern?

Es hat sich ja in den letzten fünf Jahren schon extrem viel verändert – ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, wenn es mit dieser Geschwindigkeit weitergeht. Vielleicht tun wir gut daran, das Bestehende besser, stabiler und nachhaltiger zu machen.

Die gesamte Branche steht unter großem Wettbewerbs- und Kostendruck, Überkapazitäten beherrschen den Markt. Alle Druckereien kämpfen mit extremen Nachfrageschwankungen, Fachkräftemangel und fehlender Stabilität und Verfügbarkeit der eingesetzten – kostenintensiven – Betriebsmittel.

Die Rahmenbedingungen der gesamtwirtschaftlichen Situation spürt auch unsere Branche extrem – umso verwunderlicher, dass eine solche große Industrie keine Lobby hat.

In schwierigen Zeiten musst Du mehr machen, um wieder besser zu werden. Das muss auf Hersteller- und Druckereiseite allen Akteuren klar werden. Für die nächsten fünf Jahre wünsche ich mir da mehr Erkenntnis und Bereitschaft auf der Herstellerseite.

Was siehst Du aktuell als die größten Herausforderungen und Chancen für die Druckbranche?

Zuerst einmal sollten wir alle aufhören ständig zu rufen, dass „Druck lebt“, bzw. „nicht tot ist“.

Hier können wir alle selbstbewusster auftreten – gedruckt werden wird noch sehr lange Zeit, auch wenn man sich als Druckerei auf der Produktseite sicherlich in kurzen Zyklen anpassen muss. Aber fast alle Betriebe haben doch Potenzial – und sie haben gute Kundenkontakte.

Darüber hinaus kann sich jedes Unternehmen noch verbessern und Effizienz und Produktivität steigern. Wenn die Hersteller die bestehenden Systeme und Maschinen noch zuverlässiger und stabiler bereitstellen können, entsteht in jedem Betrieb erhebliches Potenzial. Potenzial meint dabei nicht nur (Kosten-) Einsparungen, es entstehen auch neue Produkte und neue Prozesse, die ein Unternehmen fordern, aber langfristig sicherer machen.

Innovation, Digitalisierung und herausfinden, was die richtigen Strategien und Maßnahmen sind, ist Chefsache. Die Ideen müssen mit Hochdruck ins Unternehmen rein, in die Abteilungen – auch, wenn es stressig ist – aber so entsteht Neues.

Informationen zu Printec Solutions

Printec Solutions tritt am Markt als „Komplett-Mediendienstleister“ auf. Die Geschäftsbereiche „Print-on-Demand“ und „Web-to-Print“ bilden die Schwerpunkte in der Produktion. „Print-on-demand“ meint hierbei die komplett personalisierte Printproduktion in Auflage 1.

Im Digitaldruckbereich bearbeitet das Printec-Team durchschnittlich etwa 15.000 bis 20.000 Aufträge pro Monat. Das Volumen lässt sich ohne Automatisierung nicht bewältigen – Printec hat einen Automatisierungsgrad von gut 90 Prozent erreicht.

Mehr dazu erfahren Sie im Anwenderbericht über Printec Solutions.