Diese Grafik zeigt, wie EasyCatalog funktioniert, eine der bekanntesten Lösungen für die Automatisierung der Katalogerstellung.

Totgesagte leben länger – der Katalog ist zurück. Und mit ihm eine alte Frage.

Der gedruckte Katalog galt lange als Auslaufmodell. Spätestens als IKEA 2020 den letzten gedruckten Hauptkatalog verschickte, schien die Sache entschieden. Auch viele andere Unternehmen verabschiedeten sich von ihren Print-Katalogen.

Mittlerweile hat sich der Wind aber wieder gedreht – und das fand sogar in der Publikumspresse Beachtung.

Im Juni 2026 etwa schrieb Der Spiegel: Der gedruckte Katalog ist wieder da! Die Redaktion führte Conrad Electronic und Tchibo als Beispiele an. Conrad würde aus gut 10 Millionen Artikeln per KI diejenigen auswählen, die im Katalog für Geschäftskunden angeboten werden sollen – das seien 7.200 Produkte auf sage und schreibe 960 Seiten.

Tchibo sieht, so Der Spiegel, in seinem B2C-Katalog „ein Stück Tchibo, das man nach Hause nimmt, um gemütlich auf dem Sofa darin zu stöbern“.

Mitte September 2026 widmete sich die Süddeutsche Zeitung am Beispiel des Modeunternehmens Witt dem Thema Renaissance des Katalogs. Ein starkes Statement: „Die profitabelsten Kunden finden sich immer noch offline“.

Ein Markenraum ohne Algorithmus

Die Gründe sind schnell erzählt: Reichweite im Netz wird immer teurer, und die Aufmerksamkeit etwa für einen Social-Post liegt im Sekundenbereich.

Kataloge dagegen liegen im Besprechungsraum, auf dem Küchentisch oder sind, bei besonders schön gestalteten Exemplaren, sogar als „Coffee-Table-Book“ anerkannt. Sie werden durchgeblättert, weitergereicht, aufgehoben – ein Markenraum ohne Algorithmus.

Erfolg von Print-Katalogen ist messbar

Das früher immer wieder angeführte Manko, die unzureichende Messbarkeit „der Performance“ ist mittlerweile ausgeräumt. Möglich macht das die intelligente Verzahnung von Print und Online.

Conrad Electronic versieht, so Der Spiegel, jedes Produkt mit einem QR-Code, der zum Onlineshop verlinkt. So ist alles perfekt messbar. Die Bestellung per Fax sei übrigens nicht mehr möglich.

Die alte Frage der effizienten Produktion

Eines fällt auf, wenn wir mit Geschäftsführern und Produktionsverantwortlichen über Katalogprojekte sprechen: Papier, Druck, Weiterverarbeitung, Logistik – all das ist eingespielt und kalkulierbar.

Der Flaschenhals sitzt viel weiter vorn im Prozess – es sind die Daten.

Ein typisches Bild: Die Preise liegen allzu oft noch in einer Excel-Liste, die Artikeltexte in einem ERP oder PIM, die Bilder in einem Ordner auf dem Server – benannt nach einer Logik, die nur ein bestimmter Kollege wirklich versteht. Dazu kommen technische Angaben aus einer Datenbank und unorganisierte Nachträge per E-Mail.

Die Daten „glänzen“ durch entscheidende Fehler. Oft fehlen Felder für wichtige Informationen, Schreibweisen sind inkonsistent, Datensätze veraltet oder doppelt. All das sind hohe Hürden für den Prozess.

Am Ende fügt jemand all das in InDesign zusammen, von Hand, Feld für Feld. Bei 200 Seiten mit je mehr oder minder zahlreichen Artikeln sind das einige tausend Einzelentscheidungen, bei denen nichts schiefgehen darf – am späten Freitagnachmittag per Copy and Paste. Und dann kommt die Preisrunde, zwei Wochen vor der Druckfreigabe.

Was schlechte Datenprozesse wirklich kosten

  • Durchlaufzeiten: Sie lassen sich nicht planen, weil jede Änderung eine neue Korrekturschleife auslöst.
  • Fehler mit Folgen: Ein falscher Preis ist kein Schönheitsfehler, sondern im Zweifel ein rechtliches und wirtschaftliches Thema.
  • Gebundene Kapazitäten: Wochenlang blockiert der Katalog Marketing, Produktmanagement und Grafik. Andere Projekte warten.
  • Keine Skalierung: Länderversionen, Händlerausgaben, Nachauflagen – jede Variante bedeutet den halben Aufwand noch einmal.

Das ist keine Layoutfrage. In diesem Blogbeitrag finden Sie mehr zur Frage, warum das eigentliche Projekt nicht der Katalog selbst ist, sondern die Datenqualität.

EasyCatalog – der Name ist Programm

Und genau bei diesen Problemen setzt Database Publishing mit Easy Catalog an. Der Ansatz ist im Grunde ganz einfach: Die Daten werden nicht mehr händisch ins Dokument hineinkopiert, sondern mit ihm verknüpft.

EasyCatalog dockt dafür direkt an Adobe InDesign an. Die Templates werden nicht programmiert, sondern von den Designern einmal gestaltet. Es ist also nicht notwendig, eine neue Software zu lernen oder gar eine Scriptsprache zu beherrschen.

Als Datenquelle dient, was ohnehin im Haus ist: Excel, CSV, Google Tabellen, JSON, dazu Anbindungen über ODBC, XML oder REST-API. Es spielt keine Rolle, ob die Daten aus einem PIM-System, einer MySQL-Datenbank, einem Asset-Management-System oder einer gepflegten Tabelle kommen.

Was sich dadurch im Alltag ändert:

  • Kein Abtippen mehr: Die Inhalte kommen direkt aus der Quelle – es gibt keine Übertragungsfehler mehr.
  • Formatierung nach Regeln: Preise und Maßangaben erscheinen im ganzen Dokument einheitlich. Die Regel ist mit dem Feld verbunden, sie ist nicht mehr im Gedächtnis der Layouterin abgelegt.
  • Änderungen in letzter Sekunde: Neue Preisliste? Aktualisieren, prüfen, fertig. Auch auf Seite 183.
  • Automatischer Seitenaufbau: Das Pagination-Modul verteilt ganze Sortimente automatisch über Seiten und Kapitel.
  • Kontrolle statt Bauchgefühl: EasyCatalog prüft die Integrität des Dokuments und zeigt, welche Datensätze nicht aktuell oder noch nicht platziert sind.
  • Varianten und Hierarchien: Produktfamilien mit Größen, Farben oder Ausführungen lassen sich sauber abbilden, statt jede Variante von Hand nachzubauen.

Und dann ist der Prozess ein ruhiger Fluss

Mag der Aufwand für die Datenbereinigung im Vorfeld des ersten EasyCatalog-Einsatzes fast schmerzhaft sein – die Produktion der zweiten Ausgabe fließt dann dahin wie ein ruhiger Fluss. Sie ist kein riesiges Projekt mehr, sondern einfach ein Vorgang. Den Aufwand, den man für das „Housekeeping” der Daten betreibt, der fällt ja nur einmal an. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag mehr dazu.

Woher diese Zuversicht kommt? In über 15 Jahren haben wir rund 450 EasyCatalog-Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich begleitet – und die Ausgangslage war selten ideal. Und was Sie im Rahmen der ersten Katalogproduktion aufräumen, das zahlt auf das gesamte Unternehmen und jeden weiteren Kanal ein: den Webshop, das Händlerportal, die Angebotserstellung sowie die Produktion von Datenblättern und Broschüren.

Weiterführende Informationen

  • Dieses Whitepaper gibt einen umfassenden Überblick der Arbeit mit EasyCatalog.
  • Der Blog beleuchtet immer wieder interessante Themen rund um die Katalogproduktion.
  • Join the Club? In der Liste der EasyCatalog-Referenzen finden Sie eine Vielzahl illustrer Namen aus den verschiedensten Branchen.
  • Sie sind mehr ein Fan von „Learning by Doing“? Kein Problem – hier geht es zu den Demoversionen von EasyCatalog.
  • Wenn Sie eine persönliche Beratung möchten, dann rufen Sie uns unter +49 (0)40 89 71 89-0 an, nutzen unseren Rückrufservice oder das Kontaktformular.