Das Bild zeigt eine Autobahn in Richtung Effizienz und Wachstum. Auf dem Weg dahin ist die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen auch in Druckereien nötig. Viele Druckereien haben aber noch Vorurteile dagegen wie Komplexität, Kosten und „das haben wir immer schon so gemacht". Sie haben einfach nicht das richtige Mindset.

Schluss mit Vorurteilen gegen die Automatisierung in Druckereien

Viele Druckereien schrecken noch davor zurück, ihre Abläufe von der Auftragsannahme über die Druckvorstufe bis in die Weiterverarbeitung und den Versand zu automatisieren.

In unseren Gesprächen mit Geschäftsführern und Produktionsleitern von Druckbetrieben hören wir immer wieder Aussagen zum Thema Automatisierung, die einfach nicht bzw. nicht mehr zutreffen.

In diesem Beitrag wollen wir vier der häufigsten Vorurteile einmal widerlegen, diese Mythen rund um die Standardisierung und Automatisierung der Prozesse in Druckereien ausräumen. Los geht’s!

Vorurteil 1: Automatisierung ist nur für große Druckereien sinnvoll

Stimmt nicht: Gerade kleine Druckereien profitieren enorm: Routineaufgaben laufen im Hintergrund, das Team gewinnt Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten wie Kundenberatung oder Angebotsgestaltung.

Vorurteil 2: Automatisierung funktioniert bei unserer Produktvielfalt nicht

Stimmt nicht: Druckereien sind oft überrascht, wie stark sie ihre Prozesse standardisieren und damit die Basis für die Automatisierung schaffen können.

Vorurteil 3: Automatisierung der Druckprozesse ist teuer

Stimmt nicht: Moderne, modulare Softwarelösungen machen den Einstieg heute einfacher und kostengünstiger denn je – als Abonnements ganz ohne Investition.

Vorurteil 4: Automatisierung gerade in Druckereien ist komplex

Stimmt nicht: Oft reichen schon kleine Schritte, um große Wirkung zu erzielen. Nach und nach können alle Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette in Druckereien automatisiert werden.

Tatsache ist: Druckereien kommen nicht um die Automatisierung herum

Ohne die Automatisierung ihrer Prozesse können Druckbetriebe den Herausforderungen in der Druckindustrie nicht begegnen – allen voran dem Margendruck und dem Fachkräftemangel.

Geringe Margen belasten das Ergebnis

Viele kleine Jobs in niedrigen und niedrigsten Auflagen machen in der Abwicklung einfach genauso viel Arbeit wie große Einzelaufträge.

Da müssen alle Abläufe auf höchste Effizienz getrimmt sein, sonst stürzt sie ab, die Marge. Die einzige Lösung ist die möglichst vollständige Automatisierung der Prozesse.

Und: Eine hohe Auslastung ist zwar auf den ersten Blick großartig – aber sie ist gern auch trügerisch. Einfach nur viele Aufträge „just in time“ aus der Tür zu bringen, das reicht nicht, das kann sogar gefährlich sein.

Man muss sich schon genau ansehen, ob und wie viel man mit jedem Job verdient hat. Hier können wir – nein, wir müssen – Druckereien die allzu oft ungeliebte Nachkalkulation ans Herz legen.

Dem Fachkräftemangel Paroli bieten

Es ist ohnehin schon schwierig genug, geeignete Mitarbeiter zu finden. Und die Situation wird sich kaum bessern – schließlich werden den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in Rente gehen. Damit geht auch deren Fachwissen verloren.

Die Automatisierung der Prozesse nimmt hier deutlich Druck heraus. Im Alltag wird das Team von gleichförmigen Routineaufgaben entlastet – Zeit, die für wertschöpfendere Tätigkeiten etwa in Service und Beratung zur Verfügung steht.

Außerdem wird durch die Automatisierung bislang personengebundenes Prozesswissen „demokratisiert“. Es fließt in die automatisierten Prozesse ein und steht damit unternehmensweit und immer zur Verfügung.

Fazit: Das richtige „Mindset“ stärkt die Wettbewerbsfähigkeit

Automatisierung ist kein Risiko, sondern die Chance, den Wandel der Druckbranche aktiv zu gestalten und sich zukunftssicher aufzustellen. Wer heute noch an alten Prozessen festhält, riskiert morgen den Anschluss – nicht die Automatisierung ist gefährlich, sondern das Zögern.

Wer Vorurteile hinter sich lässt, Prozesse konsequent standardisiert und automatisiert, gewinnt Zeit, Know-how und Marge zurück – und stärkt so nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit seiner Druckerei.

Weiterführende Informationen

  • Wir bieten Ihnen mit IWS Print eine modulare Gesamtlösung, mit der Sie recht einfach und kostengünstig Ihre Prozesse in Druckvorstufe und -produktion bis in die Weiterverarbeitung automatisieren können. Alle Informationen zu IWS Print finden Sie hier.
  • Wir haben für Sie eine Reihe von Ratgebern zur Standardisierung und Automatisierung in Druckereien produziert, die klar und auf den Punkt in das Thema einführen.
  • Die Ausgaben 1 bis 3 befassen sich mit dem für die Automatisierung nötigen „Mindset“ und dem geeigneten Vorgehen.
  • Dazu gibt es noch Ausgaben speziell über die Automatisierung des Ausschießens, der Freigabe und im Großformatdruck – und darüber, warum Metadaten so wichtig für die Automatisierung sind.
  • Und wenn Sie Fragen haben rund um das Thema, dann stehen wir Ihnen gern mit unserer langjährigen Erfahrung aus rund 1.200 Projekten zur Verfügung. Am besten sprechen Sie unseren Kollegen Karsten Schwarze an.