Color Solution Bundle
Funktionen
Das Color Solution Bundle von ColorLogic ist ein Paket aus mehreren Programmen für die Arbeit mit ICC- und
DeviceLink-Profilen. Messdaten prüfen, Profile bauen, Profile anwenden: Diese drei Schritte deckt das Bundle ab, statt dass Sie sich die Werkzeuge einzeln zusammenstellen. Der Vorteil zeigt sich im
Alltag, weil die Programme aufeinander abgestimmt sind und Daten ohne Zwischenschritte weitergeben. Wer die Kette aus drei Herstellern baut, verbringt einen Teil seiner Zeit mit Formatfragen.
ColorAnt sieht sich Ihre Messdaten an, bevor daraus ein Profil entsteht. Ausreißer, Rauschen und Mehrfachmessungen bearbeitet es und
mittelt Messreihen. Der Nutzen liegt am Anfang der Kette: Ein Profil kann nur so gut sein wie die Daten, aus denen es gerechnet wurde. Eine verschmutzte Messstelle oder ein Messgerät, das
nachlässt, verdirbt sonst ein Profil, mit dem Sie anschließend monatelang produzieren, ohne die Ursache zu kennen.
CoPrA erzeugt ICC-Ausgabeprofile und DeviceLink-Profile für
unterschiedliche Farbmodelle. Die Steuerungsoptionen gehen dabei weit über das hinaus, was Standardwerkzeuge zulassen. Wer eigene Druckbedingungen abbilden muss, kommt an einer solchen Profilierung
nicht vorbei: Ein Standardprofil beschreibt eine gedachte Maschine auf einem gedachten Papier. Ihre Maschine auf Ihrem Papier verhält sich anders, und je weiter Sie sich vom Standard entfernen,
desto größer wird der Unterschied.
ZePrA ist der Farbserver des Bundles. Er bereitet Bild- und PDF-Daten für die jeweilige Druckbedingung auf und arbeitet dabei ohne
ständige Handgriffe. Damit landet die Farbkonvertierung an einer Stelle im Ablauf statt in jedem Auftrag einzeln. Das ist mehr als eine Zeitfrage: Solange jeder Mitarbeiter selbst konvertiert,
entscheidet er dabei auch selbst, und die Ergebnisse unterscheiden sich. Ein Farbserver macht aus dieser Entscheidung eine Einstellung.
Zum Bundle gehört das DeviceLink Basic-Set mit mehr als 50 Profilen für gängige Druckstandards. Farbkonvertierung und Farbauftragsbegrenzung sind damit ohne eigene Profilierung möglich. Für
Standardfälle ist das der schnellste Weg zu brauchbaren Ergebnissen, und für den Einstieg in die DeviceLink-Technik ohnehin der richtige: Sie sehen an fertigen Profilen, was diese Umrechnung leistet,
bevor Sie in eigene Messungen investieren.
Das Bundle gibt es in drei Ausbaustufen. Sie unterscheiden sich in den enthaltenen Modulen, nicht in der Bedienung. Welche Stufe reicht, entscheidet sich daran, ob Sie mit Multicolor und Sonderfarben
arbeiten oder nicht. Für eine Offsetdruckerei im Vierfarbgeschäft genügt in der Regel die kleinste Variante. Sobald Verpackungen mit Sonderfarben oder siebenfarbige Digitaldruckmaschinen ins Spiel
kommen, sieht die Rechnung anders aus.
Die größeren Varianten enthalten das SaveInk-Modul sowie Module für Multicolor und Sonderfarben. SaveInk senkt den Farbauftrag, ohne das Ergebnis sichtbar zu verändern. Klingt nach einem Detail? Bei
hohen Auflagen rechnet sich allein dieses Modul oft schneller als der Rest des Pakets. Weniger Farbe bedeutet zudem kürzere Trocknungszeiten und weniger Ablegen, was der Weiterverarbeitung
zugutekommt.
Beide Editionen unterscheiden sich darin, wie Sie die erzeugten Profile weiter verwenden dürfen. Die Limited Edition ist der günstigere Einstieg, die Open Edition lässt Ihnen bei der Nutzung freie
Hand. Prüfen Sie vorab, ob Profile Ihr Haus verlassen sollen: Wenn Sie Ihren Kunden Profile für deren Datenaufbereitung mitgeben oder als Dienstleister für Dritte profilieren, brauchen Sie die Open
Edition. Für den rein internen Einsatz reicht die kleinere Fassung.
Der Wechsel von der Limited auf die Open Edition ist jederzeit möglich. Sie müssen sich also nicht auf Jahre hinaus festlegen, sondern können mit dem kleineren Umfang beginnen und später aufstocken.
Diese Möglichkeit nimmt der Entscheidung den Druck, denn wie sich die Anforderungen im Farbmanagement entwickeln, weiß man selten im Voraus.
Der Software-Wartungsvertrag hält alle Programme des Bundles aktuell und schließt Updates wie Upgrades ein. Gegenüber einzeln gekauften Upgrades ist er günstiger, und Sie sparen sich die Frage, ob
ein Versionssprung diesmal mitgenommen wird. Bei einem Paket aus mehreren Programmen kommt ein weiterer Punkt hinzu: Die Teile sollten zueinander passen. Wer nur ColorAnt aktualisiert und CoPrA zurücklässt, sammelt über die Jahre Reibung
ein.