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ColorLogic Suite

Produktnews vom 10.12.2020

Warum ist Farbmanagement wichtig - Interview mit Dietmar Fuchs - Produktmanager ColorLogic

Farbmanagement kann knifflig sein. Hier ist eine Q&A-Sitzung mit dem Produktmanager und Farbmanagement-Guru von ColorLogic, Dietmar Fuchs, über die Grundlagen des Farbmanagements.

Beschreiben Sie, wie die Farbmanagement-Technologie funktioniert und warum sie vorteilhaft ist.

Anstatt geräteabhängige Farben (wie RGB oder CMYK) zu verwenden, die von oder auf jedem Gerät (z.B. Digitalkameras, Scanner, Monitore, Drucker) ein anderes Ergebnis liefern, werden um Farben konsistent von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen geräteunabhängige Farbräume (z.B. Lab oder XYZ) verwendet. Jedes Gerät wird durch ein ICC-Profil beschrieben, das festlegt, wie zwischen Lab und dem Geräte-Farbraum (d.h. Lab->CMYK und CMYK->Lab) konvertiert werden soll. Daher beginnt das Farbmanagement mit einem "Fingerabdruck" des Geräts, z. B. eines Druckers. Testcharts mit bestimmten Farbfeldern werden gedruckt und mit einem Spektralphotometer gemessen. Auf der Grundlage dieser Messdaten wird ein ICC-Profil berechnet, das die Farbeigenschaften einer bestimmten Drucker-Papier-Druckfarbe-Einstellungskombination beschreibt. Sollte sich einer dieser entscheidenden Parameter ändern, wird ein neuer Fingerabdruck und ein neues ICC-Profil benötigt. Einfach ausgedrückt, ermöglicht das Farbmanagement die Kontrolle und Vorhersage von Farben im Druckprozess.

Warum ist es so wichtig, die Farbkonsistenz beizubehalten?

Ohne Farbmanagement ist die Farbwiedergabe nur ein großes Durcheinander, weil das Aussehen der Farben von den verwendeten Druckfarben, den Papiertönen, dem Drucker und den Druckereinstellungen abhängen. Wenn Sie nicht alle diese Parameter aufzeichnen, haben Sie keine Kontrolle darüber, wie der Drucker Farben druckt. Markeninhaber verlangen aber die richtige Wiedergabe von Farben für ihre Logos und Produkte. Wenn sich die Farben einer Verpackung im Regal eines Supermarktes von Packung zu Packung unterscheiden, kann sich die Wahrnehmung des Kunden verzerren und der Verbraucher würde das Produkt sehr wahrscheinlich nicht kaufen. Daher ist die mit Prozesskontrolle und Farbmanagement erzielbare Farbkonsistenz für jeden Druckanbieter und Markeninhaber von entscheidender Bedeutung.

Woher weiß ein Anwender, welche Farbmanagementlösung für das eigene Unternehmen am besten geeignet ist?

Für ein Unternehmen, das Farbmanagementlösungen implementieren möchte, muss ein Kunde seinen Workflow analysieren und Bereiche finden, die verbessert und/oder automatisiert werden müssen, um eine konsistentere und effizientere Produktion zu ermöglichen. Eine Möglichkeit besteht darin, einen Farbmanagement-Experten zu konsultieren. Wir haben eine Liste von Fachhändlern, die Support, Schulungen und komplette Workflow-Lösungen anbieten können, auf unserer Website https://colorlogic.de/kontakt/ aufgeführt.

Wohin steuert diese Art von Technologie?

Die Handhabung von Sonderfarben und der Mehrfarbendruck sind heiße Themen nicht nur für das Farbmanagement, sondern für den Digitaldruck im Allgemeinen. Da immer mehr Digitaldrucker mit mehr als CMYK-Farben drucken und zusätzlich Orange, Grün und Blau oder Violett als Prozessfarben verwenden, wird die Handhabung von Farben immer komplexer, und Farbmanagement ist mehr denn je erforderlich. Eine Schwierigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass die heutigen Standard-DTP-Anwendungen mehrfarbige ICC-Profile und die Wiedergabe von Schmuckfarben nicht richtig unterstützen und deswegen notwendige Workarounds vorgenommen werden müssen. Der zunehmende Trend zur Umstellung auf den Digitaldruck wird durch die industrielle Druckindustrie angeheizt, die heute auf einer Vielzahl von Substraten wie Keramik, Textilien, Folien und Dekor druckt. Daher sind spezialisierte Farbserver wie der ColorLogic ZePrA Smart Color Server von entscheidender Bedeutung.

Welche Farbmanagement-Technologie ist derzeit verfügbar?

Die ColorLogic-Produktreihe besteht aus ColorAnt, das Messdaten erfasst, korrigiert und optimiert, einschließlich der Möglichkeit Primärfarben und das Papierweiß des Drucksubstrats auszutauschen und anzupassen. CoPrA erstellt hochwertige ICC-Drucker-, DeviceLink- und SaveInk-Profile mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche für jeden Farbraum , inklusive Multicolor und ECG (Extended Color Gamut). ZePrA ist ein smarter Farbserver, der ICC-Drucker- und DeviceLink-Profile verwendet, um Farben in branchenüblichen Dateiformaten wie komplexe PDF-Dokumente und Bilddateiformate wie TIFF, PSD oder JPEG in jede gewünschte Druckbedingung einschließlich Workflows mit erweitertem Farbraum zu konvertieren. Und dann sind da noch unsere DeviceLink-Sets, bei denen es sich um manuell optimierte DeviceLink-Profile für internationale Druckstandards und beliebige ICC-konforme Workflows handelt, die in beliebige ICC-konforme Workflows integriert werden können. All diese Anwendungen können einzeln, zusammen oder integriert in bestehende Kunden-Workflows eingesetzt werden, um sofortige Ergebnisse in Ihrem Farbmanagement-Produktionsworkflow zu erzielen.

Jede ColorLogic-Anwendung liefert sofortige Ergebnisse, sei es als Standalone-Anwendung, integriert in einen bestehenden Workflow oder als Teil der leistungsstarken ColorLogic Suite für eine komplette Farbmanagement-Lösung.

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